Zeitungsberichte...

Zeitungen sind der Schlüssel zu unseren Informationen. Unsere Meinung wird von ihnen mehr oder weniger beeinflusst. Auch Wölfe kommen öfters in den Berichten der Zeitungen vor. Hier findet ihr alle Artikel über diese Vierbeiner, die mir in die Hände gefallen sind. Jeder sollte sich ein eigenes Bild von Berichten machen, denn nicht jeder behalndelt den Wolf positiv... Viel Spaß beim Stöbern ;-)

"8. April 2003 - Die Wölfe wandern weiter nach Westen"

Rudel dehnt Revier aus - Hunde sollen Schafe schützen

Dresden. Die Wölfe in der Lausitz mögen Sachsen. Vier Jahre nach dem Auftauchen des ersten Paares auf dem Truppenübungsplatz Nochten sind die grauen Wanderer im Freistaat heimisch geworden: Die Wölfe dehnen ihr Revier weiter nach Westen aus und machen keine Anstalten, nach Polen zurückzukehren. "Wir dürfen uns langfristig auf ihre Anwesenheit einstellen", freute sich gestern Umweltminister Steffen Flath.

Die Biologinnen Gesa Kluth und Ilka Reinhardt haben das Rudel im Winter intensiv beobachtet. "Wenn wir hinausgehen, finden wir Spuren; darauf können wir uns mittlerweile verlassen", sagt Forscherin Kluth. Die Wölfe durchstreifen ein 400 Quadratkilometer umfassendes Gebiet vom Truppenübungsplatz bis hinüber nach Weißkollm und Lohsa. Das Paar, das vor ein paar Jahren aus Polen eingewandert ist, lebt dabei hauptsächlich auf dem Bundeswehrgelände - gemeinsam mit zwei Welpen aus dem Vorjahr und zwei Jährlingen, die 2001 geboren wurden sind. Diese sechs Tiere bilden derzeit das, was üblicherweise als das "sächsische Wolfsrudel" bezeichnet wird.

Beim ersten Wurf des Paares im Jahr 2000 erblickten vier Welpen das Licht der Lausitz. Diese inzwischen "jugendlichen Wölfe" warem im vorigen Sommer bis Lohsa vorgestoßen. Drei von ihnen sind abgewandert. Einer ist geblieben und durchstreift sein Revier mit einem Partner, der neu aus Polen gekommen ist. "Das ist die Lage nach allem, was wir wissen.", meint Ilka Reinhardt. Denn: Alle Angaben beruhen auf Spuren und zufällige Sichtungen; wirklich blicken lassen sich Sachsens Wölfe selten.

Wo Wölfe sind, fehlen bald ein paar Schafe. Daher sollen die Herden in der Lausitz künftig durch Herdenschutzhunde bewacht werden - zähe Verteidiger, die Angreifer vertreiben. Die ersten drei Welpen der Rasse Pyrrenäen-Berghund leben bereits bei den Herden, die sie schützen sollen. Die Hunde wurden durch den Schweizer Biologen Jean-Marc Landry vermittelt, der an der französischen Grenze ein Pilotprojekt zum Herdenschutz durch Hunde betreut.

Pyrenäen-Berghunde sind zähe Verteidiger der ihnen anvertrauten Schafsherden.

 

"7. April 2003 - Wolf flüchtet in Bayern"

Lohberg. Ein im bayrischen Wald ausgebrochener Wolf befindet sich nach wie vor in der Freiheit. Der dreijährige Ferrenz war am Samstagmittag aus dem Bayerwald-Tierpark der Gemeinde Lohberg entkommen. Bürgermeister Hans Mühlbauer sagte gestern, die Chancen, das Tier wieder einzufangen, seien "wohl sehr gering".

Quelle: Freie Presse

"24. Septemeber 2002 - Die Zweiklassen-Gesellschaft der Wölfe"

Tierparkwölfin Bärbel bekommt nur eine Gnadenfrist - Das Lausitzer Rudel genießt Artenschutz - Wildschweine weit oben auf dem Speiseplan

Plauen. Diese Wölfin ist ein Fuchs. Seit drei Monaten führt das Tier seine Jäger an der Nase herum. Nach ihrer Flucht aus dem Klingentaler Tierpark hat sich die Wölfin in die Wälder abgesetzt, durchstreift das Vogtland und Nordböhmen und entgeht immer wieder dem Mann mit dem Betäubungsgewehr, der sie zurück in ihr Gehege schaffen soll. Ein vielwöchiges Katz-und-Maus-Spiel, das eher nach dem leicht abgewandelten Regelwerk von hase und Igel abläuft: Wohin der Jäger auch kam - die Wölfin ist immer schon fort gewesen. Und von Woche zu Woche hört sich der Name der Gejagten mehr wie der eines Maskottchens an: Bärbel. Wölfin Bärbel. Drei Wochen bleiben ihr noch. Dann soll scharf geschossen werden.

Wie gefährlich ist ein entlaufender Wolf? Es gibt da diese Geschichte, die Christoph Promberger über eine Wölfin in Rumänien erzählt. Promberger ist ein deutscher Wolfsexperte, der seine Forschungsarbeit nach Rumänien verlegt hat, weil es in Deutschland für ihn nichts mehr zu forschen gab. Jetzt arbeitet er in den Karpaten, in der Nähe des Dracula-Schlosses, wo es viele wildlebende Wölfe gibt, außerdem Bären und Luchse. Promberger also erzählt von einer Wölfin, die im Wald vor dem Ort Kronstadt ihre Jungen großzieht. Nachts streift sie durch die Straßen der Stadt. Sie erbeutet Küchenabfälle. In der Morgendämmerung läuft die Wölfin zurück zum Wald. Die meisten Schichtarbeiter, die ihr im Halbdunkel begegnen, halten sie für einen streunenden Hund. Angst hat in Kronstadt keiner. Aber dort hat man sich auch daran gewöhnt, in den Müllcontainer zu schauen und sich einam Bären gegenüber zu sehen.

Wie lautet die Moral von der Geschichte? Gesa Kluth übersetzt das so:"Wölfe kommen mit den Menschen klar - wenn die Menschen mit ihnen klarkommen." Auch Gesa Kluth ist Wolfsexpertin. Die Biologin beobachtet im Auftrag des Sächsischen Umweltministeriums das Wolfsrudel, das sich in der Lausitz angesiedelt hat. Acht Tiere sind es mittlerweile. Zwei aus Polen eingewanderte Wölfe bekamen Kinder. Sie zogen im Jahr 2000 vier und im Jahr darauf zwei weitere Junge groß. Die Tatsache, dass der Wolf 150 Jahre nach seiner Ausrottung auf deutschan Boden zurückgekehrt ist, war anfangs nichts als eine Riesensensation, euphorisch gefeiert von Naturfreunden, von denen mancher das Wolfsrudel schon als Touristenmagnet betrachtete.

Dann überfielen die Wölfe in der Nähe des Dorfes Mühlrose eine Schafsherde. Insgesamt wurden 33 Schafe getötet, wovon drei vor lauter Angst an einem Kreislaufkollaps starben und sieben verschollen sind. Das ist nicht ungewöhnlich. Wölfe verschleppen ihre Beute manchmal, um sie zu vergraben: Die Vorratshaltung vierbeiniger Räuber. Die Überfälle relativieren das Bild vom Plüschtierrudel für Touristen. Heute ist Gesa Kluth neben ihrer Forschung auch für die Beratung von Schäfern in der Lausitz zuständig. Mehrere hundert Meter Leine mit roten Lappen liegen bereit, eine Art Wolfschauche, die sich in Polen bewährt hat. Werden Wölfe in der Nähe einer Schafsherde gesichtet, soll sie der Lappenzaun fernhalten.

Nach einer Bürgerversammlung in der überfüllten Dorfkneipe von Mühlrose rekapitulierte Michael Gruschwitz vom Referat Artenschutz des Umweltministeriums: "Wir haben den Leuten die Sorge genommen, dass die Wölfe Menschen anfallen. Die Sorgen bezüglich ihrer Tiere konnten wir ihnen nicht nehmen."

Gesa Kluth und Herrmann Ansorge vom Naturkundemuseum Görlitz haben 134 Kothaufen der Lausitzer Wölfe untersucht und den Speiseplan der Räube rekonstruirt. Ein reichliches Drittel der Beute wird von Rehwild gestellt, ein Drittel von Rotwild, ein knappes Drittel von Wildschweinen. Letzteres ist angesichts der Schwarzkittelplage in Sachsen eine gute Nachricht. Bei der Jagd auf Rehe gehen die Wölfe oft als Gruppe vor: Treiber und Jäger. Gilt der Beutezug einem Wildschweinrudel, lockt ein Wolf die Bache hinter sich her, die anderen attackieren die Frischlinge.

Der Einzelgängerin Bärbel stehen solche Strategien nicht zur Verfügung. Sie muss mit kleinerer Beute zufrieden sein. Von Höfen im Vogtland hat sie sich ein paarHühner und eine Gans geholt. Nicht Bärbels einziger Nachteil. Die Lausitzer Wölfe stehen unter Artenschutz. Für den Schaden, den sie anrichten, kommt der Staat auf, um die Bürger bei Laune zu halten. Für jedes seiner toten Tiere hat der Lausitzer Schäfer 256 Euro erhalten. Neider behaupten, dem Mann habe nichts Besseres passieren können als der Angriff der Wölfe auf seine Herde. Als entlaufener Tierparkwolf genießt Bärbel solche Nachsicht nicht. Sie steht nicht unter Schutz und die Zahlungsbereitschaft hält sich in Grenzen: Drei Wochen noch, in denen Bärbel auf Kosten des Vogtlandkreises in die Falle gelockt werden soll. Danach sind die Jäger mit der scharfen Munition an der Reihe. Für ihre Patronen zahlen sie selbst...

Quelle: Freie Presse

 

"05. August 2002 - Lautloser Tod"

Bis vor kurzem wurde die Rückkehr der Wölfe nach Sachsen noch gefeiert. Nach Attacken der Raubtiere haben die Bewohner der Lausitz nun Angst.

Wenn sich die Kaninchen im Stall mal wieder wie wild um die eigene Achse drehen, weiß Karl-Heinz Herzog genau, was die Stunde geschlagen hat. Am nahe gelegenen Waldrand sammelt sich dann angstvoll das Wild, die Lämmer auf der Weide schweigen: Der Wolf geht um.

Verlässt Herzog später, spätestens am nächsten Morgen, das Haus, ist er auf alles gefasst.

DER SPIEGEL

Ende April hatten die grauen Räuber in einer einzigen Nacht vor seiner Tür 27 Schafe gerissen. Die blühende Wiese im sächsischen Mühlrose war auf einer Fläche von zehn Hektar von Blutspuren durchzogen. Kadaver, Wolle, Gedärm, Verwesung, so weit das Auge reichte. Sieben Tiere sind bis heute spurlos verschwunden. Nur drei Tage später berauschten sich die Wölfe erneut am Blut. Sechs Schafe der Herde in Mühlrose sanken nach einer Blitzattacke tot zu Boden: Kehlbiss. "Es war nichts zu hören. Nur ein leichtes Rauschen. Wie das Rauschen der Blätter im Wind", erinnert sich Herzog an das Gemetzel. Der lautlose Tod im Morgengrauen gehört in der Oberlausitz wieder zum Alltag - und schürt die alte Angst des Menschen vor dem Wolf. Acht graue Räuber streifen nach Erkenntnissen der Wolf-Expertin Gesa Kluth zurzeit durch Sachsens Wälder, sie fühlen sich zunehmend heimisch. 1998 waren erstmals zwei Leitwölfe, vermutlich von Polen aus, in die Oberlausitz aufgebrochen (SPIEGEL 45/2001); ihre Ansiedlung auf dem dortigen Truppenübungsplatz war von Tierfreunden, Umweltschützern und Medien als Sieg der Natur gefeiert worden. Als ein "Geschenk für Sachsen" empfand Landesumweltminister Steffen Flath (CDU) die Rückkehr des Canis lupus nach 150 Jahren Exil. Doch nun kippt, wie zuvor in den Wolf-Einwanderungsregionen Spaniens und Skandinaviens, die Stimmung. Seit die zweijährigen Jungtiere des Rudels in Mühlrose fette Beute machten, ist die Tonlage eine andere: "Wölfe rissen zwei Rehe in deutschem Wald", warnte "Bild" unlängst ihre Leser. Ein Jäger habe verdächtige Kadaver im Wald nahe der Landeshauptstadt Dresden gesichtet. Im Serviceteil gibt das Blatt schon mal gute Tipps unter der Rubrik "Angst vor Wölfen - wie schütze ich mich". Unter banger Anteilnahme der Medien verfolgen die Sachsen jetzt auch die Flucht der sechsjährigen Wölfin Bärbel, der Mitte Juli der spektakuläre Ausbruch aus ihrem Gehege im vogtländischen Klingenthal gelang. Bärbel hatte ein gedrehtes Stahlseil schichtweise durchgebissen und mit roher Gewalt einen verschweißten Stahlzaun zum Nachgeben gebracht. "Die Region ist noch nicht reif für frei laufende Wölfe", kommentierte verstört die einheimische "Freie Presse". Bis heute entging das offenbar schlaue Tier Fangnetzen, Käfigfallen, Fleischködern und dem Narkosegewehr. Wolf-Expertin Kluth schließt nicht aus, dass sich Bärbel auf eine 200 Kilometer lange Wanderung zu den Rudeln in der Lausitz begeben wird. Zuletzt wurde Bärbel vorvergangene Woche an der tschechischen Grenze nahe Kraslice gesehen. Info-Veranstaltungen sollen die Gemüter in Sachsen jetzt beruhigen - tatsächlich wissen die meisten Anwohner des Wolfsreviers noch gar nicht, dass der anfänglich romantisch verklärte Räuber auch gern mal Appetit hat auf Nachbars Katze oder den Hofhund von nebenan. Auch das sächsische Umweltministerium hat reagiert und eine Expertenrunde gegründet, die der Volksmund "Soko Wolf" nennt. Die bunte Truppe, die die Volksseele beruhigen soll, kommt vor allem dann, wenn es zu spät ist. Über eine Hotline werden nach jedem neuen Blutbad Fachleute zum Tatort geschickt, um den Hergang zu ergründen - und möglichst die Ehre des Wolfes zu retten. Denn: Die Mörder sind keineswegs immer die Wölfe. "Es werden wesentlich mehr Schafe durch wilde Hunde gerissen", hat Soko-Koordinator Michael Gruschwitz festgestellt. Als im Mai ein Briefträger auf einem Hof in Weißenberg (Oberlausitz) vier zerfleischte Schafe fand, verbreitete sich die Kunde vom bösen Wolf wie ein Lauffeuer in der Region - bis die Experten der Soko die wahren Täter überführten: zwei entlaufene Doggen aus dem Nachbardorf. "Es werden inzwischen in Sachsen fast täglich angebliche Wölfe gesehen", stöhnt Gruschwitz. Die "einschlägig bekannte Presse" schüre die Angst unter den Menschen. Schäfer Frank Neumann kennt diese Angst. Und er hat - im Gegensatz zu den Soko-Experten - schon in die gelben Augen des Wolfes geblickt. Drei Wölfe hätten eines Nachts auf der Weide etwa drei Meter vor ihm gestanden, erzählt der Schäfer. Nur durch einen Sprung hinter die Zugmaschine habe er sich selbst retten können, ist sich der Mann sicher. Neumann gehört die Herde von Mühlrose vor Herzogs Haus, die Wölfe seit 1998 bereits um 40 Tiere dezimiert haben. Seine Herde hat der Schäfer inzwischen auch gesichert. Über dem Weidezaun flattert ein Band aus Lappen im Wind, das sich schon in Polen bei der Wolfsabwehr bewährt haben soll. Der Schäfer allerdings geht nun ganz auf Nummer Sicher. Den Zaun hat er zusätzlich unter Strom gesetzt - mit 17 000 Volt. STEFFEN WINTER

Quelle: Spiegel

 

"13. Juni 2002 - Sachsens Wölfe sollen jetzt Käfer retten"

Der Bund wirbt um Spenden für ein Wolfs-Reservat - Die Aktion ist professionell vorbereitet, doch die grauen Wanderer wurden nicht gefragt

CHEMNITZ. Sie sind weltweit eine Sensation: Die Wölfe, die von Polen nach Sachsen eingewandert sind, in der Lausitz ein Rudel gegrundet und Junge bekommen haben. 150 Jahre nach seiner Ausrottung ist der Wolf nach Deutschland zurückgekehrt. Der Bund Sachsen will den Wölfen jetzt ein Reservat kaufen. Ein Stück Tagebau-Nachfolgelandschaft. Die Aktion ist professionell vorbereitet, mit Motto, Internetseite und Logo. Aber die Sache hat einen Haken: Wölfe lassen sich nicht vorschreiben, wo sie leben wollen. Für ihre Rückkehr Ende der 90er Jahre hatten sich die grauen Wanderer ein riesiges Stück nahezu unberührter Natur ausgesucht, den Truppenübungsplatz Oberlausitz. Da sind 16.500 Hektar Wald und Grasland bei Nochten. Dort rasseln Panzerketten, Granatfeuer kracht, und Soldaten robben durch den Sand. Aber niemand baut Einkaufszentren, asphaltiert Parkplätze oder hebt neue Badeseen aus. Die Wölfe waren zufrieden. Neben dem Truppenübungsplatz gibt es noch mehr solches Land. Es gehört der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwertungsgesellschaft, die unter anderem 4500 Hektar Tagebaugebiet und um Lohsa anbietet. Kosten soll das 2.5 Millionen Euro. Der Bund hat sich als Käufer beworben. Das Geld soll über Firmenspenden zusammengekratzt werden. Außerdem sucht der Bund Naturfreunde, die sich mit ihrer Stimme dafür stark machen, dass die Naturschutzorganisation den Zuschlag erhält - alles für den Schutz der Wölfe, die, so steht es im Projekt "Wolfsspuren", eine "sichere Heimat" bekommen sollen. Mit seiner Aktion hat der Bund sämtliche sächsische Wolfsforscher überrascht. Zwar stimmt es, dass sich das Rudel getrennt hat. Im Alter von zwei Jahren haben zwei Jungtiere die Obhut ihrer Eltern verlassen und suchen sich nun ein eigenes Revier. Lohsa kommt dafür in Frage, mehr aber auch nicht. Und keinesfalls werden die 4500 Hektar, die der Bund kaufen will, ausreichen.Selbst die viermal so große Fläche des Truppenübungsplatzes ist den Wölfen zu klein geworden. Michael Gurschwitz, Referatsleiter Artenschutz im sächsischen Umweltministerium, nennt die Bund-Aktion denn auch eine "ärgerliche Instrumentalisierung des Wolfs". Tatsächlich geht es dem Bund um mehr als Wölfe. Im ehemaligen Tagebaugebiet konnte sich die Natur ungestört entwickeln, hier gibt es viele seltene Tier- und Pflanzenarten. "Das alles wollen wir so erhalten wie es heute ist.", sagt Bund-Sprecherin Christine Eckart. "Wenn es klappt, bekommt auch der Wolf ein weiteres Rückzugsgebiet. Er ist ein guter Aufhänger." Denn wenn er heult, hören Sponsoren eher hin, als auf das Gebrumm irgendwelcher Käfer.

Quelle: Freie Presse